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« der richtige sport faengt erst da an, wo er laengst aufgehoert hat, gesund zu sein. »
(bertold brecht)

 

 

reisetagebuch woche 5 [01.05.2006-07.05.2006]

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tag 29 [01.05.2006] - villa la angostura, "jardin de la patagonia"

heute sind wir früh losgefahren. bereits um etwa 10.30 ging es los richtung " villa la angostura". es ist ein relativ neuer touristenort, den es eben erst seit 1932 gibt. die ersten 11 km ging es weiter wie an den vortagen, auf "ripio". danach wechselte die piste auf eine gut asfaltierte strasse. entsprechend schnell kamen wir dann auch voran.

bereits um ca 14.00 haben wir dann unser hostal "don pedro" gefunden. das zimmer kostete nur 70 pesos...recht günstig hier. heute war "dia del trabajo" (tag der arbeit). viele supermärkte waren geschlossen. so waren wir gezwungen die "heladerias" und "chocolaterias" auszuprobieren. welch grosse bürde.

 

- 30 km -

tag 30 [02.05.2006] - san carlos de bariloche

heute sind wir um 10.00 uhr losgefahren, nach einem kurzen zwischenstop in der bäckerei. danach ging es richtig los.

heute waren etwa 86 km und fast 1000 hm zu bewältigen. die strasse führte noch etwas entlang dem "lago nahuel huapi", bevor sie dann seitlich in die pampa ausweichte. wir waren unterwegs nach " san carlos de bariloche". die eben noch grüne vegetation änderte sich erneut schlagartig. alles war wieder trocken und karg. gerade diese schnelle wechsel auf so geringer distanz sind wirklich sehr faszinierend.

nach km 50 begann uns plötzlich ein starker gegenwind abzubremsen. dieser zwang uns teilweise sogar bergab im zweiten gang zu pedalieren. bei km 65 etwa kamdann die abzweigung auf die grössere "ruta 40" richtung bariloche. damit änderte sich auch die richtung des windes und unsere geschwindigkeit. die oberschenkel fingen mal wieder an etwas zu schmerzen. auch hatte ich alle positionen auf dem sattel schon durch. die restlichen kilometer waren mal wieder etwas härter. die kleinsten anstiege waren nur noch mit gang 1-2 zu bewältigen. ich war dann froh, endlich angekommen zu sein.

 

- 86 km -





tag 31 [03.05.2006] - ruhetag in san carlos de bariloche

heute gönnten wir uns einen ruhetag in der ziemlich grossen stadt "san carlos de bariloche". die stadt wird immernoch von vielen touristen besucht und ist daher auch recht schön. wir fanden uns also zurecht.

tag 32 [04.05.2006] - entlang des rio limay nach confluencia

die ersten 27 kilometer weg von "san carlos de bariloche" waren dieselben, die wir schon bei ankunft zurückgelegt hatten. wir musste bis zur kreuzung der "ruta 40" mit der "ruta 231".

die ein- und ausfahrt aus bariloche war alles andere als angenehm. die strasse war schmal und in sehr schlechtem zustand. ausserdem gabs enorm viel verkehr; hauptsächlich lkw's. ein lkw hatte neben uns ein stück holz überfahren, was einen riesen lärm verursachte. sofort steuerte er vor uns unkontrolliert auf den unasfaltierten pannenstreifen zu und bremste ab. ich dachte er meinte, dass er uns vielleicht angefahren hatte. aber er schaute nur ängstlich auf seinen blöden lkw. ein echter arsch! wahrscheinlich ist er am steuer fast eingeschlafen.

die strasse war gerade. nebenan floss der " rio limay" und zwar in fahrtrichtung. dies ist deshalb besonders gut, weil flüsse selten bergauf fliessen und wir so immer eine leichte senkung zu verzeichnen hatten. entsprechend kamen wir gut voran. es war ein wirklich schönes tal mit bizarren felsformationen. sehr farbenprächtig alles!

bei km 67 kamen wir an den ort "confluencia", welcher auf der karte als ort einmgezeichnet ist. jedoch ist da nichts, ausser eine tankstelle. wir sind dann noch weitergefahren. dann sahen wir, dass weiter vorne ein lkw einen unfall hatte. die polizei war schon dort. wir beschlossen unser zelt etwa 100 m davor aufzustellen. die ganze nacht liefen räumungsarbeiten. es war ein ziemlicher lärm.

 

- 93 km -







tag 33 [05.05.2006] - corral de piedra, die pampa beginnt!

nach abräumen des zeltes und einem kurzen frühstück, ging es los. heute sollte der tag werden, an welchem wir die meisten höhenmeter zu bewältigen hatten. am vortag dachten wir noch, dass wir die 100 km nach " piedra del aguila" in einem tag schaffen könnten.

plötzlich führte die strasse zurück an den "rio limay", welcher hier ein stausee war. da wir nicht mehr genügend wasser hatten, fragten wir bei einer art fabrik am see. die leute waren nett und gaben uns einige liter wasser mit. gleich nach diesem halt führte die strasse hinauf. es sollte eine lange steigung werden. erst nach unzähligen kurven und 1.5 stunden, sind wir endlich oben angekommen. ein hartes stück arbeit. wir haben dann beschlossen unser zelt aufzuschlagen. es war jedoch nicht leicht einen platz zu finden. links und rechts gab es zäune. nach ein wenig suchen, haben wir es doch noch geschafft.

 

- 67 km -

tag 34 [06.05.2006] - piedra del aguila

heute sind wir um ca. 11.00 uhr losgefahren. die ersten 21 km gingen tendenziell eher noch etwas bergauf. danach öffnete sich die hochebene vor uns und es wurde flacher. von km 25 bis 46 ging es sogar runter. wir kamen sehr gut voran. die letzten 7 kilometer nach " piedra del aguila" waren ein kinderspiel. bereits um 14.15 waren wir dann da angekommen. es ist ein kleiner ort. er ist links und rechts entlang der strasse gebaut. es gibt etwa 2 tankstellen, zwei shops und ein restaurant. und das hotel chamonix, welches den namen hotel auch nicht unbedingt so sehr verdient. wenigstens war es preiswert: 40 pesos mit frühstück.

 

- 55 km -






tag 35 [07.05.2006] - durch die pampa nach picun léufu

bereits am vortag haben wir noch gefragt, wie weit es bis zur nächsten ortschaft " picun leufu" ist. die angegebenen 100 km sollten ziemlich genau stimmen. zwischen piedra del aguila und picun leufu ist auf der karte zurecht nichts anderes eingezeichnet. die landschaft ist pure pampa. der rio limay verabschiedete sich nun acuh von uns. er hatte uns so manche kilometer begleitet.

ich spürte schon relativ rasch, dass dies ein harter tag werden würde. die oberschenkel schmerzten. in der landschaft war nichts zu finden, was davon hätte ablenken können. ich langweilte mich. ich begann die striche auf der strassenmitte zu zählen. als ich dazu zu müde war, zählte ich die strommasten, die links entlang der strasse aufgestellt waren. sie waren mehr oder weniger genau alle 200 m aufgestellt. man sah sie schon von weitem.

man sah alles schon von weitem! die strasse war gerade und eben. teilweise sah man gar 10 bis 15 kilometer weit. autos sahen wir schon etwa 15 minuten, bevor sie ans uns vorbeizogen. einmal sah ich in der ferne etwa 5 bäume. bis wir bei denen waren, mussten wir rund 9 kilometer zurücklegen! bei kilometer 77 machten wir eine pause. danach kam gegenwind dazu. es wurde ein harter tag...die letzten kilometer hatten es in sich. schon 15 kilometer vorher, sahen wir die finale steigung. diese wollte kaum näher kommen. das war echt entmutigend. dann sind wir in picun leufu angekommen. ein kleinerer ort, als piedra del aguila. aber es gab ein motel.

 

- 99 km -

 
     
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