reisetagebuch woche 6 [08.05.2006-14.05.2006]

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tag 36 [08.05.2006] - von picun léufu nach neuquén mit dem bus
am nächsten morgen waren wir so müde, dass wir beschlossen die restlichen 130 kilometer den bus nach "
neuquén" zu nehmen. in picun leufu gab es ein kleines bus-büro. der mann staunte nicht schlecht, als er uns mit den bikes sah. er musste sogar nochmals san san carlos de bariloche telefonieren, um herauszufinden, ob das überhaupt geht. die fahrt dauerte nicht allzu lang. es war schön mal im bus zu sitzen. ausserdem verpassten wir landschaftlich überhaupt nichts. alles pampa.
neuquen ist zwar relativ gross, aber nicht schön. es lohnt sich nicht, die stadt zu besuchen.
tag 37 [09.05.2006] - die stadt neuquén
heute blieben wir in neuquen bis 22 uhr. dann sollte unsere grosse und lange bus-fahrt nach mendoza im norden beginnen. die busse sind extrem neu und komfortabel. teilweise besser als hier in der schweiz. wir mussten rund 900 kilometer zurücklegen, während etwa 13 stunden. die bikes hatten im gleichen bus keinen platz mehr. die würden einen tag später folgen. das fand ich nicht so gut, aber wir konnten dagegen nichts machen.
tag 38 [10.05.2006] - von neuquén nach mendoza mit dem bus
heute mussten wir bis etwa 13 uhr busfahren. erst dann sidn wir endlich in "
mendoza" angekommen. in der nacht war ich ein paar mal aufgewacht. der bus fuhr teilweise auf unasfaltierten strassen durch dörfer am rande des nirgendwo. zwischendurch leuchteten mitten in der pampa lichter...was auch immer es war, es war weit entfernt von allem sonst.
als wir aus dem bus gestiegen sind, wurden wir von einer frau angesprochen, die wissen wollte, ob wir schon einen platz haben um die nacht zu verbringen. es stellte sich heraus, dass sie von einem hostal war, das hier nach gästen suchte. wir handelten einen deal aus: sie musste einen teil des gepäcks mit dem auto mitnehmen. das war sehr hilfreich, denn wir hatten zwar unsere anhänger dabei, nicht aber unsere bikes. wir folgten ihr ins hostal "
casa pueblo". es wurde zu einem meiner lieblings-hostals, weshalb ich darüber mehr auf der seite "
hostals" geschrieben habe. es war sehr bunt, günstig und sauber. die leute waren sehr, sehr nett. und eine küche gab es auch.

tag 39 [11.05.2006] - ruhetag in mendoza
heute mussten wir erst einmal unsere bikes vom busterminal abholen. wir brauchten eine ewigkeit den richtigen ort zu finden, wo wir warten mussten. der busterminal ist sehr gross. ausserdem dünkt es mich manchmal die leute haben grundsätzlich keine ahnung von gar nichts. man kann sogar angestellte fragen, wo der schalter einer buslinie ist und sie können es einem nicht sagen. dann haben wir den ort zum warten gefunden. zum warten hatten wir lange zeit, sodass wir auch zeit genug hatten uns auszumalen, was mit den bikes alles passiert sein könnte. zum glück war nur chris schutzblech etwas verbogen, sonst war alles in ordnung.
dann mussten wir informationen beschaffen über die pässe nach chile. über einen solchen werden wir in den nächsten tagen fahren müssen und die sind teilweise sehr hoch. wir wollten eigentlich über den "agua negra" (4770 m). wir gingen zur "gendarmeria" (verkehrspolizei & zoll). die sollten es ja eigentlich wissen. man sah schon von weitem, dass die rund 5 personen im kleinen büro keinen stress haben. dann kam einer und begann mit uns zu reden. er interessierte sich jedoch mehr für unsere reise als für den pass. immerhin nahm er sich genug zeit, was mich vermuten liess, dass wir die einzige arbeit für ihn an diesem tag waren. jedoch hatte er von den pässen keine ahnung. er telefonierte an einen näheren posten, welcher auch keine verbindliche auskunft geben konnte. wir sollten morgen nochmals kommen.
tag 40 [12.05.2006] - vorbereitung der ausrüstung für den paso bermejo
auch heute blieben wir noch in mendoza. auf dem weg von neuquen nach mendoza sind chris benzinflaschen der marke msr verloren gegangen (oder gestohlen worden). wir konnten nur hoffen eine neue zu finden in mendoza. nach langen kilometern zu fuss gelang uns dies auch. den rest des tages nutzen wir um die bikes bereits zu machen, einzukaufen und informationen über die pässe zu beschaffen. wir gingen nochmals zur gendarmeria und sogar in ein internet café. agua negra war zu, wegen schneefall. sehr schade. so blieb uns nichts anderes übrig, als über den "paso bermejo" zu fahren. die anderen waren alle zu weit oben im norden.

tag 41 [13.05.2006] - durch die weinanbaugebiete nach potrerillos
heute war der grosse tag - die fortsetzung unserer radreise! ich war froh wieder im sattel zu sein. das wetter war optimal. perfekt. wir verabschiedeten uns von der netten familie, welcher das hostal gehörte. der mann warnte uns noch von den vororten. wir sollten immer auf der hauptstrasse bleiben. besonders gefährlich sei es durch den vorort "godoy cruz" zu fahren. dort gäbe es bewaffnete banden. wir sollen nicht anhalten und die strasse nie verlassen. wir fuhren los.
ein paar kilometer weiter auf der hauptstrasse hielten wir dann vor einer tankstelle an um wasser zu kaufen. ein mann kam zu uns und meinte wir sollten weiterfahren. es sei viel zu gefährlich hier anzuhalten und wir sollten ja nicht die strasse verlassen. wir waren in "godoy cruz".
nach weiteren 10 km auf der "ruta 40", kam die abzweigung zur "ruta 7", welche richtung "paso bermejo" führt. die strasse führte durch die riesigen weinanbaugebiete von mendoza. riesig. kein wunder können die so viel wein exportieren. riesige felder waren da. nach rund 70 km waren wir bereits in "
potrerillos". der erste ort auf dem weg zum pass. ein kleiner ort. wir konnten wasser kaufen und fuhren dann noch etwas weiter. nach 5 km haben wir dann unser zelt aufgeschlagen.
- 75 km -
tag 42 [14.05.2006] - nach uspallata, "la vieja estación"
die nacht war etwas kühl und der morgen auch. so warteten wir eine ganze weile bis ein paar sonnenstrahlen durchs zelt schienen. es wurde warm. nach dem zeltabbau und einem frühstück ging es weitere 5 km bergauf. danach begann ein wechsel von auf und ab durch ein sonst fast gerades tal, bis km 35. wir mussten heute durch rund 8 tunnel fahren. dies ist nicht ganz unproblematisch. da es bergauf geht und wir gepäck dabei haben, kommen wir nicht ganz schnell vorwärts. so brauchten wir lange für die durchfahrten. dies ist problematisch, wegen dem verkehr hier. der pass ist die hauptverbindung von argentinien nach chile. entsprechend viel ist hier los. besonders lkw's.
bei km 40 öffnete sich plötzlich ein grünes tal vor unseren augen: das "valle uspallata". die restlichen 8 km in das auf 1900 m gelegene "
uspallata" gingen schnell vorbei. hier führte einst die bahnlinie von argentinien nach chile durch. noch heute kann die legendäre "estacion uspallata" (der bahnhof von uspallata) besichtigt werden. hier blieben wir für heute.
- 49 km -