meine tipps für chile und argentinien

auf dieser seite finden sie einige wertvolle tips zu chile, argentinien und radreisen in diesen beiden ländern. ich bin sicher, dass einige interessante punkte für sie darunter sind.
das essen
als europäer muss man sich erst einige zeit an das chilenische und argentinische essen gewöhnen. ich hatte mehr als einmal verdauungsprobleme, trotzdem ich vorsichtig war. christian erging es ja in talca viel schlechter, wegen einem fisch, den er in einem restaurant gegessen hat. man sollte sich vorsichtig an die speisen herantasten. das essen dort ist viel fettiger. es wird enorm viel fleisch und pommes frites gegessen. dieses fettige essen selbst, kann auch zum problem werden. und wenn nicht, dass hängt es einem spätestens nach einer woche zum hals raus. das einzige gute in chile sind die empanadas. ansonsten ist das essen eher langweilig.
was man in restaurants nicht essen oder trinken sollte: salat, frische früchte, leitungswasser, sirup, eiswürfel in getränken und torten/cremes die in schaufenstern schon tage bis wochen auf ahnungslose touristen warten. auch eiscreme von offenen ständen kan ein problem sein. erstens weiss man nie wie lange dieses schon da ist und welches wasser für dessen produktion verwendet wurde. leitungswasser sollte man nirgends trinken. höchstens gekocht und/oder mit einem wasserfilter gereinigt (z.b.
katadyn).
was man dafür gut essen kann ist: verpackte produkte vom supermarkt und brot. es gibt viele produkte von nestlé und anderen bekannten herstellern, die bedenkenlos verzehrt werden können. frische früchte können durchaus gekauft werden, sollten aber vor dem verzehr gewaschen und geschält werden. gutes essen für die reise war: bananen, geteideriegel, brot mit käse und fleisch.
das geld
die währung von chile ist der chilenische peso. die währung von argentinien ist der argentinische peso. vor der reise fand ich einige gerüchte im internet, die besagten, dass man auch u.s. dollar mitnehmen sollte, da die lokale währung nicht überall akzeptiert würde. dies kann ich so nicht bestätigen. im gegenteil: in chile und argentinien wurde nur die lokale währung angenommen. alle anderen währungen mussten zuerst umgetauscht werden. es kann jedoch sein, dass dies in anderen südamerikanischen ländern (wo die währung nicht so stabil ist) wie bolivien, peru, ecuador etc zutrifft.
die preise sind grundsätzlich tiefer als bei uns in europa. gerade nahrungsmittel sind sehr günstig und essen in den restaurants auch. nicht immer günstig sind hostals und hotels. dies trotzdem sie meist in schlechtem zustand sind (siehe seite "
hostals")! touristische aktivitäten sind ebenfalls nicht billig.

der strassenverkehr
der öffentliche verkehr in chile und argentinien wird stärker genutzt als bei uns. nah- und fernverkehr funktionieren alle mit bussen. ich habe noch nie soviele busse gesehen wie in chile und argentinien. für den fernverkehr existieren grosse reise unternehmen, welche mit einer riesigen buss-flotte alle städte bedienen. diese busse sind teilweise in besserem zustand, als bei uns! der nahverkehr in den städten wird aber oft mit alten dieselbetriebenen bussen abgewickelt. daher stinken fast alle städte äusserts unangenehm und ungesund! es gibt deshalb keine grössere stadt die mir wirklich gefallen hat. gestank ist allgegenwärtig.
rücksicht auf fahrradfahrer ist nicht drin. bus und lkw's fahren meist rücksichtslos und gefärhlich. man hat das gefühl, dass jedes fahrzeug, das halbwegs fahren kann (und mag es noch so krächzen) auch fahren darf. es scheint fast keine gesetze für abgase und sicherheit zu geben. auf der panamericana war meistens ein pannenstreifen, der als relativ sicherer radweg diente. so war dies wahrscheinlich ungefährlicher als auf einer schmalen passtrasse wo auch gegenverkehr vorbeizog. bei uns würden lenker manchmal in brenzligen situationen lieber anhalten als einen radfahrer zu überfahren. dort hätte ich nicht gewettet, dass dies jemand tun würde! ein rückspiegel für's fahrrad ist aber empfohlen und sinnvoll!
die menschen
die chilenen und argentinier sind sehr nett, offen und hilfsbereit. ganz anders als hier in mitteleuropa. sie isnd sehr interessiert an fremden, die durch ihr land reisen und beginnen sehr oft nett gemeinte gespräche. diese gespräche empfand ich oft als sehr wertvoll. die leute erzählten von ihrem leben und dem land in dem sie lebten. so war es möglich viele interessante eindrücke zu gewinnen, an die ich sonst nie gekommen wäre.
was ich auch gelernt habe: je ärmer die menschen sind, desto hilfsbereiter und offener sind sie.
die sprache von chile und argentinien ist spanisch. das gesprochene spanisch klingt aber je nach region verschieden. in der nähe von santiago verstanden wir fast alles. je mehr wir in den süden kamen, desto mehr verständnisprobleme hatten wir zu bewältigen. so ist auch das spanisch in argentinien ganz anders gesprochen.
die leute gehen gerne aus am abend. laufen nur so herum oder setzen sich auf dem plaza de armas hin um andere leute zu beobachten. orte des flanierens gab es in jeder stadt. auch essen geht man gerne, aber nicht zu früh: erst ab 21.00 ist nachtessen angesagt. auch das war nicht immer leicht einzuhalten, gerade mit einem radfahrer-hunger.